Steve Schroyder

Steve Schroyder

Der Musiker und Orgelbauer Steve Schroyder erlebte Anfang der siebziger Jahre in Berlin die Entstehungszeit einer neuen elektronischen Musik. Schon damals experimentierte er mit Möglichkeiten, kosmische Dimensionen durch Klänge erfühlbar zu machen und brachte diese Erfahrungen zusammen mit Tangerine Dream auf dem Album »Alpha Centauri« zum Ausdruck. Während dieser Produktion begegnete er zum ersten Mal dem neuen Instrument Synthesizer, das nun zunehmend für die Klangerzeugung an Bedeutung gewinnt und beim nächsten Album von Tangerine Dream »Zeit« vorwiegend eingesetzt wurde. Danach schloß er sich der Gruppe Ashra Temple an, um das Album »Seven Up« aufzunehmen, an dem auch Timothy Leary mitwirkte.

Im Jahre 1980 gründete Steve Schroyder mit dem Musiker Gene Gross die Gruppe Augenstern. Im Studio wurde zunächst die MC (Cassette) »Strahlen« eingespielt, die in weiten Kreisen der New-Age-Bewegung große Beachtung fand. Durch das Studium harmonikaler Strukturen in der Natur entstand die Idee einer Pflanzen­musik, die erstmals anläßlich der Freiburger Landesgartenschau aufgeführt wurde und auf der folgenden MC »Blütenklang« zu hören ist.

Mit dem Multimediaereignis Skydancing präsentierte sich Augenstern 1987 auf einer vielbeachteten Tournee mit Margo Naslednikov - der wohl bedeutendsten Vertreterin des neuen Tantra - im deutschsprachigen Raum. Die Musik dazu wurde als MC »Skydancing« veröffentlicht.

Im Herbst 1987 begegneten sich Steve Schroyder und Hans Cousto. Aus ihrer intensiven Zusammenarbeit entstehen die beiden Alben »Klänge Bilder Welten« und »Sun - Spirit of Cheop«,, veröffentlicht bei Simon+Leutner, Berlin und 2006 neu erschienen bei Planetware Records. Cousto machte Steve auch mit den astronomisch-harmonikalen Grundlagen der Horoskopvertonung vertraut. Wegen ihrer originellen Art Horoskope in Klänge umzusetzen, wurden Steve Schroyder und Hans Cousto beliebte Studiogäste verschiedenster in- und ausländischer Radio- und TV-Stationen. Bei zahlreichen Live-Sendungen wurde das Horoskop anwesender Studiogäste berechnet und in eine musikalische Komposition umgesetzt und direkt aufgeführt. Das eigene Horoskop als Klangerlebnis! Zusammen mit Fritz Dobretzberger, der ebenfalls Tonskalen aus astronomischen Gegebenheiten harmonikal-mathematisch ableitet, übernahm Steve Schroyder im Starsounds Project eine weitere Reihe von Auftragskompositionen.

1989 gründete er dann mit dem Gongspieler und Perkussionisten Jens Zygar das Star Sounds Orchestra. Ihr Debutalbum »Planets«, erschienen bei Fönix Music Dänemark, ist eine Vertonung der Planeten unseres Sonnesystem in den entsprechenden Stimmungen der Kosmischen Oktave. Im Laufe der Jahre gibt das SSO zahlreiche Konzerte, zunächst im Ambient-Stil in der New Age und Esoterikscene. In dieser Zeit entstanden die weiteren Alben »Kosmophonon« und »Phantastische Phänomene« (CMS Records) und auf Doppel-CD das Live-Album »Planetary Ambience - Live in London« (Aeos Records).

Der Wechsel zu dem bekanntesten deutschen Trance Label Spirit Zone Records mit der Veröffentlichung der beiden Albem Alben »Psy Force« und »Ooz« (2007 bei Planetware Record neu aufgelegt) und zahlreichen Auftritten in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Japan verhalfen dem SSO zu einem internationalen Durchbruch. Bei Millennium Records in London erschien 2004 mit der Doppel-CD »Music For Qigong Dancing" ein weiteres SSO-Album im Psytrance- und Ambientstil.

Anfang 2006 gründeten Steve Schroyder und Fritz Dobretzberger das Label Planetware Records. Im Zusammenspiel des SSO mit Blue Violin entstand anlässlich des 250. Geburtstages von Wolfgang Amadeus Mozart die Maxi-CD »Let's Mozart«, die zeitgerecht am 27. Januar 2006 als erste Veröffentlichung des neuen Labels erschien.

Die Ambient-CD »Klänge des Lebens« erschien 2007 bei Planetware Records. Am 17.10.2010 trafen sich Steve Schroyder, B. Ashra und Barnim Schultze (aka Akasha Project), um als Cosmic Octave Orchestra beim Electronik Music Festival "Ricochet Gathering" ein einmaliges, legendäres Konzert zu geben, das im darauf folgenden Jahr auf der CD »Gaiatron« bei Klangwirkstoff Records erschien.

2009 wird Steve von Anne Clark zu einigen Konzerten mit ihr eingeladen. Ab 2010 spielt er auch in ihrer Band Keyboards und Electronics.

2012 veröffentlichte Steve Schroyder & AlienVoices das Album »Qigong Dancing«. AlienVoices sind die beiden Oberton- und Kehlkopfsänger Kolja Simon und Felix Mönnich.

Aufnahmen der astromusikalische Live-Umsetzung der beiden Venuspassagen 2004 und 2012 durch das Star Sounds Orchestra erschienen im April 2014 auf demSSO-Album »Venus Transit«.

2014 — das 25. Jubiäumsjahr — bedeutet den Endpunkt für das Star Sounds Orchestra. Zusammen mit Irina Mikhailova gründet Steve das Star Sound Kontinuum.

2015 treffen sich Steve Schroyder (ex Tangerine Dream) und Zeus B. Held (ex Birth Control) für ein paar Studio-Sessions und Konzerte und nennen ihr gemeinsames Projekt Dream Contrrol.

Artist-Homepage: www.schroyder.de